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12.10.2009
Autocross-Saison 2009 ist nun Vergangenheit
Mit dem 11. Lauf zur Deutschen Meisterschaft am 3. und 4. Oktober 2009 in Cunewalde wurde die Deutsche Meisterschaft im Autocross und somit die Wertung zur Deutschen Autocross-Trophäe des DAV entschieden und die Saison beendet. Der Veranstalter des Endlaufes, der MC Oberlausitzer Bergland hatte wieder viel Kraft und jede Menge Zeit in die Vorbereitung der Veranstaltung investiert und Fahrern, Zuschauern und allen anderen Beteiligten eine super Veranstaltung präsentiert. Das Wetter zeigte sich auch von seiner guten Seite, so dass die "Off-Road Arena am Matschenberg" seinem Namen nicht gerecht wurde, was jedoch keinen wirklich ärgerte. Nur am Sonntag gab es einen vorsichtigen Versuch des Herbstes, sich mit kurzen Regenschauern darzustellen. Neben der DM zeigten auch die Fahrer des Internationalen Lausitzpokals und die Trabant-Cross-Cup-Fahrer, dass sie tolle Rennen präsentieren können. Für den Veranstalter hieß das; viele Fahrer, viele Fahrzeuge und viele Läufe so zu organisieren, dass alles in den Zeitplan passt. Und es hat alles gepasst!

Klasse 1
Diese Klasse ist der Verlierer der Saison. Waren beim ersten Lauf noch 4 Fahrer am Start, gab es 3 Veranstaltungen, in denen Lokalmatador Thomas Schulz (101) seine Klasse bis 1400 ccm allein präsentieren musste und nur 2 Veranstaltungen, in denen die geforderte Klassenstärke von 5 Fahrern erreicht wurde. Auch auf seiner Heimstrecke war Schulz der einzige Fahrer seiner Klasse. Der 4. Platz im 2. Qualifikationslauf war dann das beste Ergebnis, das er an diesem Wochenende herausfahren konnte. Somit hatte er sich zwar für das Finale qualifiziert, fiel im 3. Lauf aber mit Getriebeschaden aus und baute mit seinem Team bis sie feststellen mussten, dass die Schwungscheibe gerissen war. Aber auch ein Super-Finalergebnis hätte ihn vom Gesamtplatz 8 bei den Tourenwagen nicht nach vorne bringen können. Aufgrund der Zusammenlegung in fast allen Läufen fehlten ihm einfach die höheren Punktwerte. Gerade deshalb gilt ihm meine Achtung, hat er doch trotzdem nicht aufgegeben, sondern ist als Einziger seiner Klasse fast kontinuierlich dabei gewesen, ohne große Aussicht auf Erfolg!

Klasse 2
In dieser Klasse machte Neueinsteiger und Lokalmatador Hendrik Bundesmann (218) von sich Reden. Mehrere Klassensiege, so auch beim jetzigen Heim-Rennen sorgten dafür, dass er bis zuletzt auf den Titel hoffen konnte. Zum Schluss hat´s nicht ganz gereicht, aber mit dem Vizemeister-Titel hatte am Anfang der Saison wohl auch Niemand gerechnet. Dennis Vesper (203) beendete die Saison mit dem vierten Gesamtplatz, hatte aber beim Rennen Pech. Im 2. Qualifikationslauf wollten gleich 4 Fahrzeuge über die Kuppe. Vesper und Detzer mussten jedoch schmerzlich feststellen, dass das nicht passte. Vespers Nissan war danach völlig zerstört, wurde vom Team zwar noch halbwegs wiederhergestellt, musste kurz nach dem Finalstart jedoch aufgeben. Für Detzer (201) lief die Saison alles andere als gut. Eigentlich wollte er den Meistertitel anpeilen. Bis zur Veranstaltung in Oschersleben lag er da auch noch gut im Rennen. Dann begann aber seine Pechsträhne, die ihn mehrere Motoren kostete und ihn auf den 5. Gesamtplatz verwies. Besser lief es da für Thorsten Schön (208). Mit dem 3. Platz in der Tageswertung und dem 2. Finalplatz konnte er noch mal gut Punkte einfahren. Trotz 2 Rennpausen am Anfang der Saison reichen seine Punkte für den 7. Gesamtplatz. Auch Uwe Amm (221) konnte punkten und fuhr sich mit seinem Toyota auf den 9. Platz in der End-Gesamtwertung. Richtig glücklich fühlte sich der Ortrander David Kallauch (211) an diesem Wochenende. Mit dem 2. Platz in der Tageswertung und dem 3. Platz im Finale lief es hier besser, als vor 2 Monaten auf der Heimstrecke. In dieser Klasse gab es eine angeordnete Nachuntersuchung. Die Fahrzeuge von Bundesmann und Kallauch mussten auf den Leistungsprüfstand, zeigten dabei jedoch keine Unregelmäßigkeiten. Nur für die Fahrer begann die Feier in der "Blauen Kugel" Cunewalde erheblich später.

Klasse 3
In dieser Klasse finden wir den Deutschen Meister der Tourenwagen. Peter Lang (301) konnte mit seinem Seat Ibiza mit 6 Tages- und 8 Finalsiegen den Titel verteidigen. Wolfgang Schwarz (302) musste sich im 2. Qualifikationslauf mit dem 2. Gang und nur 3 Zylindern begnügen, im 3. Lauf verlor er dann auch noch den Kotflügel. Trotzdem konnte er sich am Ende über den 2. Platz in der Tageswertung und im Finale freuen. In der Gesamtwertung wurde es Bronze, entschädigt für "nur den 3. Platz" wurde er dann durch Jonny-Cash-Musik bei jedem Gang aufs Podest, bei der er so richtig abging.
Die beste Zeit im Zeittraining fuhr Lokalmatador René Münnich (310) ein, musste im 1. Lauf aber nach einer Runde wegen Getriebeschaden aufgeben. Das beste Ergebnis für ihn wurde der 3. Platz im 3. Qualifikationslauf. Für René Schlöffel (305) sah es im 3. Qualifikationslauf perfekt aus, als wenige Meter vor dem Ziel, auf der 3. Position liegend das Traggelenk abriss. Sein Suzuki war kaum noch beherrschbar, 2 Fahrzeuge konnten problemlos überholen. Am Ende war der Vorsprung hauchdünn, reichte aber doch zum 3. Platz in der Tageswertung und zum 10. Gesamtrang der Tourenwagen. Nur ein Gastspiel gab Lokalmatadorin Grit Hennersdorf (332), überzeugte dabei mit zwei 2.Plätzen in den Qualifikationsläufen und dem 3. Platz im Finale. Im ersten Lauf verabschiedete sich bereits in der 2. Runde das Differenzial und sorgte für Arbeit im Team. Für Mandy August (315) endete jeder Lauf bereits am Start, weil die Benzinpumpe kaputt war. Für Andreas Fürst (309) begann das Rennen mit einem guten 2. Platz, im 2. Lauf zeigten sich Leistungsprobleme, so dass er im Finale gleich nach dem Start aufgeben musste. Obwohl Wolfgang Faß (326) keinen optimalen Start beim 2. Qualifikationslauf hatte und quer kam, fuhr er hier mit Platz 3 sein bestes Ergebnis des Wochenendes ein. Ohne Punkte blieb Thomas Appelt, der jeden Lauf vorzeitig beenden musste und am Ende gar seinen Schalthebel abbrach.

Klasse 4
Im Laufe der Saison fuhren 19 Fahrer in dieser Klasse um Punkte, Plätze und Siege. Im Durchschnitt starteten in dieser Klasse (fast) 11 Fahrer pro Veranstaltung, 6 Fahrer waren bei jeder Veranstaltung am Start, 2 fehlten nur 1 Mal und folgerichtig befinden sich 8 Fahrer der Klasse 4 unter den besten 13 Fahrern der Spezialfahrzeuge in der Gesamtwertung der Deutschen Meisterschaft. Trotzdem hat man genau in dieser Klasse in dieser Saison noch ein bisschen mehr erwartet.
Für Steven Laubach (401) hätte schon ziemlich viel schief gehen müssen und für seinen Bruder Niklas (414) hätte alles perfekt laufen müssen, damit sich an der Gesamtplatzierung unter diesen ersten Beiden noch was ändert. Das war aber nicht der Fall; Steven fuhr volle Punktzahl ein und der jüngere Niklas machte mit dem 4. Platz der Tageswertung und dem 3. Finalplatz den Doppelerfolg als Deutscher Meister und Vizemeister in der Gruppe der Spezialfahrzeuge perfekt. René Mandel (444) schob sich dank seines 2. Platzes in der Tageswertung und dem 4. Platz im Finale und dem Pech von Kevin Peters an diesem vorbei auf Platz 4 der Gesamtwertung. Fast hätte es noch Platz 3 werden können, aber im Finale zeigte Mandel Nerven; an der 2. Position liegend wollte er scheinbar zu viel, verlor kurzzeitig die Kontrolle und musste nach einem Dreher zu Beginn der 5. Runde 2 Fahrzeuge vorbeiziehen lassen. Auch auf der Ziellinie zeigte er uns einen ähnlichen "Stunt", verlor hier aber keine Position mehr. Willi Schulze (415) musste nach dem 2. Lauf den Motor wechseln, da aber alles klappte, konnte er am Ende des Tages das Treppchen 2 mal besteigen. In der Tageswertung belegte er den 3., im Finale den 2. Platz, das brachte ihm in der Gesamtwertung der Spezialfahrzeuge den 6. Platz ein. Rennlady Natalie Straub (403) kam diesmal nicht so richtig zum Zug und musste sich mit zwei 6. Plätzen zufrieden geben. Auch für die anderen Fahrer dieser Klasse gab es nur durchschnittliche Punktwerte, die am Gesamtklassement nichts änderten.

Klasse 5
Zahlenmäßig gab es hier die größte Anzahl Starter. 35 Fahrer standen bei mindestens einer Veranstaltung am Start. Allerdings fuhren nur 3 Fahrer die komplette Saison durch, 3 Fahrer waren bei mindestens 6 Veranstaltungen dabei.
Da in der Klasse 6 nicht die erforderliche Starterzahl von 5 Fahrzeugen erreicht wurde, gab es eine Zusammenlegung der Klassen 5 und 6. Hier gewann dann André Hinnenkamp (611) alle Läufe. Auch für Lokalmatador Hagen Stübner (515) lief alles, so dass er sein Heimpublikum mit den Plätzen 3 und 2 im Finale begeisterte. Für Martin Fürst endete der 1. Lauf stark qualmend auf Platz 3. Er konnte aber alle Probleme abstellen und sich über die Plätze 2 und 3 freuen und schob sich auf den 3. Gesamtplatz. Kevin Peters (523) wurde vom Gesamtplatz 3 auf den 5. Rang verdrängt und ist der Pechvogel der Veranstaltung. Im ersten Lauf verlor er nach einem super Start kurzfristig die Gewalt über sein Fahrzeug und drehte sich. Ferdi Hengstwerth (516) konnte nicht ausweichen, fuhr gegen Peters´ Spezi und musste mit einem Schaden an der Aufhängung abstellen. Peters konnte hier zwar wieder gut aufholen und sich auf den 3. Platz seiner Gruppe schieben, den 3. Lauf konnte er dann gerade noch beenden, bevor ein Motorschaden ihn zum Aufgeben zwang. Das gleiche Schicksal hatte ihn bereits 2 Wochen zuvor in Kesseltal ereilt, was ihn kostbare Punkte kostete. Für Hengstwerth lief es nicht besser. Im 3. Lauf hatte Regen eingesetzt und sorgte für eine schmierige Bahn. Ein Dreher von Hengstwerth beendete sein Rennen. Ein gutes Rennen lieferte Ivo Sauerbrey, der die Plätze 4 (Tagesw.) und 5 im Finale einfahren konnte. Lokalmatador André Pietschmann konnte sich nach dem 10. Platz in der Tageswertung über den 4. Platz im Finale freuen, welches er erst über das B-Finale erreicht hatte. Für die große Straub-Tochter (503) begann die Veranstaltung mit viel Arbeit. Nach einem Motorschaden im freien Training musste Sabrina ordentlich mit ranklotzen um die Leihgabe von Thomas Prokopowicz in ihren Spitznagel-Eigenbau einzubauen. Wenn das Fahrzeug auch nicht optimale Geschwindigkeiten brachte, so konnte Sabrina doch wertvolle Punkte retten, um nicht von ihrer kleinen Schwester vom 7. Platz der Jahreswertung verdrängt zu werden. Prokopowicz (527) hatte im 2. Qualifikationslauf ab der 5. Runde mit Lenkproblemen zu tun und wurde an das Ende des Feldes durchgereicht, was ihn wertvolle Sekunden kostete. Eine Verbesserung in der Jahreswertung (Platz 11) war aber auch bei einem besseren Tagesergebnis kaum zu erreichen.
Durch die Zusammenlegung mit der Klasse 6 wurde mit 16 gestarteten Fahrzeugen ein B-Finale möglich. Hier qualifizierte sich neben Pietschmann Carsten Schlöffel (506), der im ersten Lauf schon nach einer Runde wegen Antriebsschaden aufgeben musste. Im Finale belegte er dann den 9. Platz.

Klasse 6
In diesem Jahr war das Reglement hinsichtlich der Klassenstärke geändert worden. Damit gab es in 9 der 11 Läufe eine Zusammenlegung der Klasse 6 mit der Klasse 5, da in der 6 nicht mindesten 5 Fahrzeuge am Start waren. Lediglich in Seelow konnte die Klasse mit 8 Startern und in Ortrand mit 5 Startern die Qualifikationsläufe allein fahren. Im Finale gibt es für die Klassen 1/2 und 5/6 eine Zusammenlegung, wenn eine der Klassen mit weniger als 10 Fahrzeugen besetzt ist.
Für Michael Straub (601) brachte das bei jeder Veranstaltung Punkte, auch wenn er sich mit seinem Spitznagel-Opel-Eigenbau oftmals den spritzigeren Klasse-5-Fahrzeugen mit Motorradmotor beugen musste. Beim Saisonabschluss-Rennen hatte er dann aber doch Pech. Ein Motorschaden im freien Training, genau wie Tochter Sabrina, beendete seine Punktejagd vorzeitig. Ohne Punkte ordnet er sich hinter seinen Töchtern auf Rang 9 des Gesamtklassements ein.

Klasse 7/8
Johannes Söhl (81) hatte den Gesamtsieg und Titel bereits in der Tasche, was ihn nicht davon abhielt, auch im letzten Lauf eine Super Leistung abzuliefern. Der 13 jährige stand 18 mal (von 22) auf dem höchsten Treppchen. Der 12 jährige Neueinsteiger Hauke Weber (88) glänzte mit dem 3. Platz in der Tageswertung und dem 2. Platz im Finale, was ihm Platz 4 in der Gesamtwertung der Kiddis einbrachte. Auf den 2. Platz der Jahreswertung fuhr sich Kevin Munkler (71) durch kontinuierlich gute Leistungen und präsentierte sich damit ein tolles Geschenk zu seinem 13. Geburtstag in wenigen Tagen selbst. Den 3. Platz in der Jahreswertung belegt der 13 jährige Marvin Holzleitner (74), für den dieser letzte Lauf nicht so ganz optimal lief. Lisa Jerrentrup (73) belegt Rang 5 der Gesamtwertung, war mit den Läufen nicht so ganz zufrieden, wurde mit ihrem 4. Platz im Finale jedoch wieder einigermaßen versöhnt. Tobias Grambach (82) schob sich durch seinen 2. Platz in der Tageswertung an Eddi Schulze vorbei, war mit seinem Finalergebnis jedoch nicht zufrieden. Eddi, der 10 jährige mit der Startnummer 72 fuhr beharrlich auf Platz 5 ins Ziel. Wegen einem Armbruch fehlen ihm die Starts in Schlüchtern, Klosterfelde, Gründau und Oschersleben, sonst hätte man den Jüngsten im Feld der Junioren nicht auf dem Gesamt-Siebenten, sondern ein gutes Stück weiter vorn gefunden. Neueinsteigerin Jasmin Meile (86) aus dem "Bundesmann-Team" (218) konnte in ihrem zweiten Rennen gleich zwei Jungs auf die Plätze hinter sich verweisen.

Allen Fahrern wünsche ich eine erholsame Rennpause und viel Erfolg bei der Vorbereitung der kommenden Saison.

Sylvia Giese

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