Die Mitglieder des MC Gemeindeverband Ortrand e.V. im ADAC wollten den Motorsportlern zum Deutschen Meisterschaftslauf am 16. und 17. August 2008 stolz den neuen Verlauf ihrer Strecke präsentieren, in den sie so viel Arbeit und Kraft investierten.
Fast hätte ihnen das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Unaufhörliche Regenschauer weichten die Strecke dermaßen auf, dass ein Befahren durch Tourenwagen und Crosskarts fast unmöglich wurde und die Offiziellen sich dazu entschlossen, in diesen Klassen einen Wertungslauf zu streichen. Für alle Teilnehmer wurde die Rundenzahl in den Wertungsläufen auf 4 Runden gekürzt.
So starteten am Sonntagmorgen zuerst die Spezialfahrzeuge in umgekehrter Reihenfolge (Klasse 6,5,4), um die Strecke "Trockenzufahren". Bei dieser Gruppe wurden alle drei Wertungsläufe beibehalten, was auf die Saison-Gesamtwertung keine Auswirkung hat, da die Wertung gruppenweise für Tourenwagen (Klasse 1-3), Spezialfahrzeuge (Klasse 4-6) und Junioren (Klasse 7-9) erfolgt.
Fangen wir trotzdem bei Klasse 1 an;
Marko Gührig (115) konnte alle Wertungsläufe für sich entscheiden und musste sich im Finale nur Detzer unterordnen. Gut lief es diesmal auch für Thomas Schulz (102), der allerdings im Finale nicht mithalten konnte. Björn Urbach (110) konnte sich im ersten Lauf über den 3. Platz freuen, aber schon im 2. Lauf kam nach 2 Runden das Aus, womit er den Einzug ins Finale verpasste. Den schaffte zwar Patric Bauer, obwohl er in den Läufen nicht an sein gutes Trainingsergebnis anknüpfen konnte, überschlug sich dann jedoch kurz vor dem Ziel. Er konnte das Finale zwar noch beenden, da er wieder auf den Rädern landete, fuhr aber hinter dem Feld ins Ziel. Romano Jurzok (120) konnte sich am Ende des Tages über den 3. Platz in der Tageswertung freuen.
Klasse 2
Ohne Zeit im Zeittraining blieb Uwe Wagner (206) wegen eines Getriebeschadens. Da freute es ihn ungemein, dass der erste Wertungslauf für die Tourenwagen Samstagabend abgesagt wurde. So hatte er vom Zeittraining Samstagmittag bis zum späten Sonntagvormittag Zeit, um aus dem südlichsten Zipfel Brandenburg ins ebenfalls brandenburgische Schönwalde in die heimatliche Werkstatt zu fahren, um ein Getriebe zu holen und in seinen Porsche einzubauen. Vom letzten Startplatz schaffte er es dann auch auf den 6. Platz. Noch besser ging es am Start zum 2. WL, als er schon fast neben Detzer war. Aber da wollte er zu viel, kam zu weit raus und landete im Wall. Damit war sein Rennen an diesem Wochenende beendet und er rutschte in der Gesamtwertung erbarmungslos nach unten. Mehr Glück hatte diesmal Mario Detzer (204) mit den Plätzen 2, 1 und 1 im Finale. Freuen konnte sich auch DM-Neueinsteiger und ILP-Vorjahressieger Hendrik Bundesmann (221), der mit dem 2. Platz in der Tageswertung überraschte. Die Lokalmatadore Dennis Vesper (203) und David Kallauch (210) waren mit ihren Tageswertungen (Plätze 4, bzw. 6) nicht so ganz zufrieden. Erst im Finale klappte es mit den Plätzen 3 und 4 etwas besser. Auch Karl-Heinz Baumgärtner (207) ärgerte sich über das nicht so gute Abschneiden in den Wertungsläufen, nachdem er die beste Trainingszeit gefahren hatte. Auch bei Achim Krautzberger (208) lief es wieder nicht so ganz "rund", Probleme mit dem Fahrwerk ließen ihn immer langsamer werden, so dass seine Zeiten nicht für den Einzug ins Finale reichten. Noch immer freuen kann sich Michael Elstner (205) über den derzeitigen Gesamtplatz bei den Tourenwagen, der ihn als besten Tourenwagenpiloten ausweist, obwohl er bei allen Läufen "nur" im guten Mittelfeld landete. Aber mit seinem zuverlässigen VW Golf konnte er kontinuierlich punkten.
Klasse 3
Zufrieden waren Wolfgang Schwarz (303) und Peter Lang (313) mit ihren und den Leistungen ihres Fahrzeuges, auch wenn Schwarz nicht an seine Überlegenheit aus dem Zeittraining anknüpfen konnte und sich gegen Lang geschlagen geben musste. Auch für Norbert Fuchs (304) gab es am Ende ein Podestplätzchen in der Tageswertung und im Finale. Bei Peter Wiedemann (306) und Rene Schlöffel (301) hingegen lief es nicht gut. Schlöffel hatte nach der zweitbesten Qualifikationszeit Probleme mit der Strecke, er kam nicht vom Start weg und konnte die schwache Leistung seines Suzuki Swift nicht ausgleichen. Nachdem sich Mike Hottas (320) über einen 3. Platz im 1. WL freuen konnte, ging es danach nicht so gut weiter. Mit Motorproblemen schlug sich Yves Nilius (347) rum und musste bereits nach einer Runde abstellen.
Klasse 4
Im ersten Wertungslauf am Sonntagmorgen war die Strecke für diese Fahrzeugklasse eine wahre Herausforderung, die nur 2 Piloten meisterten. Der erste, Reimer Söhl (403) konnte im 2. Lauf allerdings nicht mal die erste Runde beenden und so hatte am Ende nur Christoph Wanninger (416) die volle Rundenzahl und den Platz auf dem Siegespodest sicher. Auch Steven Laubach (401) hatte Probleme und büßte einige Punkte ein, so dass sein Vorsprung nicht mehr ganz so groß ausfällt. Auch für die anderen Fahrer machen sich die fehlenden Punkte des ersten Wertungslaufes schmerzlich bemerkbar. Zwar kann sich Stefanie
Benker (426) noch über den 3. Platz in der Gesamtwertung und den 2. Platz im Finale freuen, aber das wird kaum über den Rückschlag trösten. Bitter auch das Ergebnis von
Natalie Straub (417), die eine Superzeit im Zeittraining fuhr und sich damit nur hinter Laubach einordnen musste. Für Andreas Kaune (405) blieb ein Rennunfall nicht ohne Folgen, kurz darauf ließ ihn ein gebrochener Stoßdämpfer den 2. Lauf vorfristig beenden. Ray Bosse (413) hatte Probleme mit seinen Reifen und zeigte dem Publikum unfreiwillig einige Dreher. Auch die Krüger-Cousins landeten nur im Mittelfeld.
Klasse 5
Hier konnte Lokalmatador Sebastian Korn (599) seinem Publikum mal wieder richtig zeigen, was in ihm steckt. Nur im Finale musste er sich Martin Fürst (502) unterordnen. Für ihn erfüllte sich zumindest ein Teil seiner Hoffnung, mit 3 zweiten Plätzen und dem Finalsieg kam er in der Gesamtwertung etwas dichter an Laubach heran. Auch Dieter Fiedler (530) konnte vor heimischem Publikum gut punkten und sich in Szene setzen, auch wenn er noch lieber an die Siegesfolge von Höchstädt angeknüpft hätte. Das verhinderten jedoch massive Schaltprobleme. Sabrina Straub fuhr in jedem Lauf ganz dicht hinter ihrem Vordermann ins Ziel und schaffte doch nie, noch vor der Zieleinfahrt zu überholen. Daniel Berg (520) und Neueinsteiger Heiner Robers (523) hatten Technikprobleme und mussten vorzeitig aufgeben.
Klasse 6
Nur Michael Straub (601) fuhr die volle Rundenzahl und stand am Ende des Tages verdient auf dem Siegespodest. Rico Richter (688) überraschte im ersten Lauf mit dem Sieg, konnte an diesen Erfolg jedoch nicht anknüpfen. Carsten Schlöffel (608) musste während des 1. Laufes bauen, sein Kupplungsseil war gerissen. In den anderen WL lief sein VW-Eigenbau dann aber und brachte ihn auf den 2. Platz. Bauen musste auch Thorsten Riedel; im ersten WL kam das vorzeitige Aus wegen einer verbogenen Spurstange, die anderen WL konnte er zwar jeweils bis zu Ende fahren, hatte aber durch einen defekten Kat erhebliche Leistungsprobleme.
Klasse 7/8
Auch hier konnte der Führende der Gesamtwertung Johannes Söhl (4) seinen Vorsprung nicht ausbauen, sondern büßte ein paar Pünktchen ein, da er im Finale mit Vergaserproblemen nicht in die Punkte fuhr. Die Wertungsläufe konnte er allerdings souverän für sich entscheiden. Kevin Munkler (9) überraschte mit dem besten Trainingsergebnis seiner Klasse, belegte alle 2. Plätze und konnte sich im Finale dann verdient das oberste Podestlätzchen sichern. Nach einem Ausfall im ersten WL konnten sich Marcus Alexiewicz (8) und Eddi Schulze (11) dann über die Plätze 2 und 3 im Finale freuen.
Klasse 9
Rene Mandel (1) konnte nach einem eher schlechten Trainingsergebnis den Tages- und Finalsieg einfahren. Lediglich im 2. WL musste er sich hinter Willi Schulze (2) einordnen. Trotz dieses Sieges von Willi reichten seine Zeiten nicht, um das Treppchen über Niklas Laubach (22) einzunehmen. Dem gelang dann auch der zweite Platz im Finale vor Schulze und Patricia Bill (6), die im ersten Lauf wegen eines Ausfalls ohne Punkte blieb.
Trotz der schlechten Witterungsbedingungen fanden spannende Rennen statt und am Ende, wie kann es anders sein, staubte auch diese zuvor "klatschnasse" Strecke. Ein Dank an die Organisatoren und die Helfer, die es natürlich nicht leicht hatten.
Danke auch wieder an Anni für die Unterstützung und Zuarbeit.
Sylvia Giese




