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09.10.2007
Bericht MC Oberlausitzer Bergland
Bei schönstem Herbstwetter fand am 6. und 7. Oktober auf dem Matschenberg der letzte Lauf der DM im Autocross und somit auch der Entscheidungslauf für die Wertung der Deutschen Autocross-Trophäe und der Deutschen Junioren-Autocross-Trophäe statt.
Bis auf den Titel "Sieger der Deutschen Junioren Autocross-Trophäe der Tourenwagen", den der 16-jährige Sönke Glöde nun tragen darf, waren alle anderen Titel bis zuletzt noch nicht entschieden. Allerdings hätte in der anderen Gruppe der Junioren, der Crosskart-Klasse, der führende Rene Mandel Riesenpech haben müssen, um den Titel nicht mit nach Hause nehmen zu dürfen. 33 Punkte Vorsprung waren ein gutes Polster und so darf sich der ebenfalls 16-jährige "Sieger der Deutschen Junioren-Autocross-Trophäe der Crosskarts" nennen.
Sowohl in der Gruppe der Tourenwagen als auch der Spezialfahrzeuge gab es jeweils 2 Fahrer, die die größten Chancen auf den Titel hatten. Entsprechend spannend ging es in den Läufen zu. Jeder wollte die höchstmögliche Punktzahl einfahren und seinen direkten Konkurrenten möglichst weit hinter sich lassen. Ob es dabei immer ganz fair zuging, können nur die Fahrer selbst sagen. Die Sportkommissare hatten jedenfalls alle Hände voll zu tun, um Aussagen von Fahrern und Streckenposten zu hören um dann nach bestem Wissen und Gewissen zu entscheiden. Und ob diese Entscheidungen dann gerecht waren, können auch nur die Fahrer selbst beantworten. Für alle anderen wird die ganze Wahrheit wohl immer im Verborgenen bleiben.
Marco Gebhardt und Frank Meinzel sind nun die Titelträger und gehen in die DAV-Geschichte als die Sieger der Deutschen Autocross-Trophäe 2007 ein.
Die weiteren Wertungen kann man den Wertungslisten und Einzelresultaten entnehmen.
Die Mitglieder des MC Oberlausitzer Bergland hatten sich allerhand vorgenommen. Neben dem Endlauf im Autocross fanden auch die Endläufe der Rallycross-DM, des Internationalen Lausitzpokal und der Trabant-Gruppe statt. Mehr als 170 Fahrzeuge gingen an den Start um den Zuschauern spannende Rennen zu präsentieren. Leider hatten die Fahrer anfangs Schwierigkeiten mit dem Ampelstart, der hier elektronisch abläuft. So gab es am Samstag immer wieder Frühstarts und demzufolge Rennabbrüche. Ein Wunder, dass nicht die letzten Gruppen ganz im Dunkeln starten mussten, schummrig war es aber schon. Am Sonntag ging es dann doch besser, fast alle Fahrer hatten sich an die Startprozedur gewöhnt und es kam kaum noch zu Frühstarts.
Gut kam dann auch die Fahrerpräsentation im DMSB-Zelt an, das im Zuschauerbereich seinen Platz hatte. So manche Unterschrift wurde dort auf Autogrammkarten, Fotos, DMSB-Autocross-Flyern und sogar T-Shirts geleistet. Diesen Fahrern und auch denen, die am Samstag nicht so in Anspruch genommen wurden aber zur Verfügung standen, sage ich nochmals meinen herzlichen Dank.
Die Siegerehrung fand am Abend in feierlichem Ambiente in der "Blauen Kugel" in Cunewalde statt. Auch diese Veranstaltung war durch den MC Oberlausitzer Bergland wieder bestens organisiert.
Strahlende Gesichter waren auf der Bühne zu sehen, Blitzlichtgewitter wollte kaum enden, Pokale wurden durch den Veranstalter; den DAV; die DMSj, vertreten durch Herrn Juschkat und den DMSB, vertreten durch den Off-Road-Vorsitzenden Herrn Klemann überreicht.
Viele Ehrungen wurden durchgeführt, einige fehlten vielleicht.
In meinen Augen hätte Michael Straub einen Ehrenpreis verdient. In 3 Läufen musste er gegen nur einen Konkurrenten antreten und hatte nur die Chance auf ein paar Finalpunkte. Auch ein Ausfall des Konkurrenten in der 3. Wertung bei einer Veranstaltung kostete ihn wiederum Punkte. Trotzdem kam er zu jedem Rennen und konnte seine beiden Töchter sosehr mit dem Virus Autocross anstecken, dass auch die Beiden mit Feuereifer dabei sind. Und mit ziemlicher Sicherheit ist auch Michael Straub der Fahrer, der am Schluss der Saison die meisten Kilometer fahren musste. Am Ende bringt ihm das den undankbaren 11. Platz ein, bei dem er nicht mal auf die Bühne durfte. Da bleibt ihm nur der Trost, dass seine Mädchen auf dem 3. bzw. dem 8. Platz landeten und die neue Saison auch neue Chancen bringt. Ich drück die Daumen!
Oder Torsten Schulze, der durch sein Engagement Schwung in die Junioren-Klasse der Crosskarts/ Juniorkarts und die Klasse der Spezialfahrzeuge bis 650 ccm brachte. Auch er bringt beide Söhne mit an den Start. Da er aber durch seine Unterstützung anderen Fahrern gegenüber kaum noch Zeit zum selbst Fahren hatte, bleibt ihm nur der letzte Platz in der DAV-Wertung. Für das nächste Jahr ist sogar der Start des Kleinsten der Familie angedacht. Und wenn jetzt Jemand meint, damit verdient er ja schließlich Geld; ja sicher, aber das könnte er auch einfacher haben!
Und sicher gäbe es noch mehr Fahrer, die einen Ehrenpreis für ihre hervorragenden Leistungen verdient hätten und leider leer ausgingen. All denen gilt hier mein ganz besonderer Dank und meine Hochachtung!

Sylvia Giese

PS: Jetzt hab ich erstmal Urlaub, vielleicht kann ich danach meinen Bericht noch um ein paar Highlights vom Renngeschehen auf dem Matschenberg vervollständigen.
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