Neben den Läufen zur Deutschen Autocross-Meisterschaft und zur Deutschen Autocross-Trophäe fanden am 18. und 19. August auf dem Kutschenberg auch die Läufe zum Internationalen Lausitzpokal und zur Clubmeisterschaft des MC GV Ortrand e.V. statt.
Also wieder ein voll gepackter Zeitplan, vor allem aber jede Menge Autocross. Mit "Wasser von Oben" hatten die Veranstalter nicht zu kämpfen, dafür war dann die Staubentwicklung oftmals auch so groß, dass eine zusätzliche Bewässerung mit dem Wasserwagen stattfinden musste, die dann den strammen Zeitplan belastete. Zum Schluss war dann aber nach spannenden Rennen ausreichend Zeit für eine ausgelassene und feucht-fröhliche, zuweilen gar nasse Siegerehrung. Sogar unsere Kiddis wurden mit Kindersekt bedacht.
Klasse 1
Christoph Wanninger (105) startete nach seinem Überschlag vor heimischem Publikum in Höchstädt nun mit einem neu aufgebauten Fahrzeug. Im ersten Lauf nach nur 2 Runden allerdings musste er dann sein stark qualmendes Fahrzeug abstellen und blieb ohne Punkte.
Marko Gührig (110) konnte alle 3 Läufe für sich entscheiden und konnte auch im Finale seine 2. Startposition bis ins Ziel bringen. Die Platzverteilung 2- 5 wurden zwischen Schulz (103), Krüger (101), Alexiewicz (102) und Jänecke (112) in jedem Lauf neu gemischt. Bis auf Jänecke (112), der sich im 2. Lauf gerade noch mit einem Plattfuss ins Ziel retten konnte, schafften es dann auch alle ins Finale.
Klasse 2
Kaum hatte Mario Detzer (202) im Zeittraining die Ziellinie überfahren, verabschiedete sich sein Getriebe. Kein neues Getriebe dabei, auch mit Helfern sah es diesmal schlecht bei ihm aus; sollte das diesmal alles gewesen sein? Dabei lag er auf der 4. Position nach dem Zeittraining. Aber bald schon bot sich Hilfe an und Detzer sollte doch nicht ganz ohne Punkte nach Hessen zurückfahren. Dennis Vesper, ein direkter Konkurrent, organisierte ein neues Getriebe und das Team Thomas Lange, Teilnehmer des Internationalen Lausitzpokals boten ihre Hilfe beim Einbau an. So konnte Detzer im 3. Lauf von hinten an den Start gehen und konnte für den 6. Platz noch 11 Punkte mitnehmen.
Für Dennis Vesper (219) lief es vor heimischem Publikum an diesem Wochenende recht gut, obwohl er im 2. Lauf von seiner 2. Startposition im losen Sand kaum wegkam und erst mal Einige an sich vorbeiziehen lassen musste. Mit den Plätzen 2, 5 und 4 qualifizierte er sich für das Finale und kam dort als 5. ins Ziel. Für Uwe Wagner (216) lief es mit Platz 1 in allen Läufen optimal. Grund zur Freude hatten auch M. Ruppel (206) und M. Gebhardt (201), die mit den Plätzen 3,3,8,8 bzw. 4,2,2,3 ihre Gesamtposition verbessern konnten. Ruppel ging wieder an Hirn (318) vorbei auf die Führungsposition und Gebhardt konnte sich gleich von 5 auf 2 vorschieben.
Über Probleme mit seinem Fahrwerk klagt hingegen Achim Krauzberger (203). Mit dem derzeitigen 13. Gesamtplatz möchte er sich nicht zufrieden geben und bastelt fleißig weiter, um die Fahrwerksprobleme in den Griff zu bekommen.
Klasse 3
Wolfgang Schwarz (306) meldete sich mit den Plätzen 1,1,2 und 1 eindrucksvoll zurück, nachdem er in Höchstädt und Seelow nicht an den Start ging. Für Johannes Hirn (318) lief es alles Andere als optimal, so dass er mit nur 52,5 Punkten von der Führungsposition auf den 3 Gesamtplatz verwiesen wurde. Auch diesmal lief es für Oliver Günthner nicht optimal, obwohl der 2. Finalplatz sicher entschädigte. Torsten Schulze konnte nur den 2. Lauf beenden, in den Läufen 1 und 3 musste er vorzeitig das Fahrzeug verlassen. Rene Schlöffel war mit seinen Plätzen 2,2 und 1 sehr zufrieden, nur im Finale kam er nicht auf die volle Rundenzahl, da er vorher ein Rad verlor. Pechvogel dieser Klasse war erneut Andreas Fürst, der nach einem Überschlag im Training nicht starten konnte.
Klasse 4
Turbulent ging es in diesen Läufen zu. Von 8 Startern schafften es jeweils maximal 6 ins Ziel.
Im ersten Lauf musste Moosburger (410) schon bald nach dem Start aufgeben, nachdem er über den Wall geschossen war und blieb so ohne Wertungspunkte. Stefan Schulze (409) konnte lediglich den 2. Lauf als 6. beenden und Andreas Kaune (408) wäre zu diesem 2. Lauf wahrscheinlich lieber gar nicht erst gestartet. Nach einer Karambolage musste er bereits in der 1. Runde aussteigen. Den 1. und 3. Lauf konnte er jedoch als 4. beenden und auch Platz 5 im Finale brachte noch ein paar Pünktchen.
Neueinsteiger Ray Bosse (413) war mit seinen Plätzen 6,5,5 und 6 zufrieden. Nicht ganz so zufrieden war Steven Laubach (403) mit den Plätzen 2,1 und 2. Den Tagessieg nahm ihm diesmal P. Krüger (402) ab, mit dem Finalsieg dürfte aber Laubach wieder besänftigt sein. Sein Vorsprung im Gesamtklassement beträgt mehr als 60 Punkte gegenüber dem derzeitigen Dritt-Platzierten Dieselkämper(514), sein Rückstand gegenüber Meinzel (507) ist auf 12,5 Punkte geschmolzen.
Klasse 5
Der Überflieger dieser Klasse heißt diesmal Timo Behm (508), mit allen Siegen und dem volleren Feld konnte er die höchste Punktzahl (88,5) des Tages souverän einfahren. Gastspiele in der DM gaben an diesem Wochenende auch Sebastian Korn (529) (alle 2. Plätze), Ronny Kuchenbecker (530) (Plätze 5, 6,-,- ) und Hagen Stübner (524) (Plätze 9, 9, 5 ,7).
Für den Führenden im Gesamtklassement ging es alles andere als erfolgreich zu. Frank Meinzel (507) musste ohne Zeit aus dem Zeittraining von ganz hinten starten und konnte nur 2 Plätze gut machen. Im 3. Lauf konnte er nach einer Karambolage kaum noch reagieren und verlor immer mehr an Geschwindigkeit. Hinter der Ziellinie ging dann nichts mehr. Stoßdämpfer und Dreieckslenker waren weggerissen. Zum Finale hatte er das Auto aber schon wieder ziemlich fit, so dass er mit dem 5. Platz noch ein paar Punkte retten konnte.
Auch für unsere Rennlady Sabrina Straub brachte das Wochenende nicht gerade viele Punkte, dafür aber einige Arbeit für ihr Team.
Klasse 6
Bei 4 Startern in dieser häufig schwach besetzten Klasse dürfte es um die Punkte ja nicht so schlecht stehen, dachte man. Leider kam Paarmann nicht über das Training hinaus und nun waren es doch nur 3 Starter. Obwohl Michael Straub souverän alle Läufe für sich entschied, bekommt er für den 3. Lauf keine Punkte mehr, da Tilo Richter (612) als 3. Starter fehlte. So ergeht es auch Daniel Berg (617) mit seinen Plätzen 3,2,2.
Klasse 7
Neueinsteiger Marcus Alexiewicz (8) konnte im 1. Lauf seinen 4. Platz aus dem Zeittraining halten. Mit den weiteren Plätzen 5,5 und 4 im Finale dürfte er wohl auch zufrieden sein. Nicht so ganz zufrieden hingegen ist Rene Mandel (4) mit seinen 2. Plätzen. "Ist immer wieder das Gleiche, lief genauso wie in Gründau, in Höchstädt und Seelow, immer 2." Aber noch hat der junge Mann im Gesamtklassement die Nase vorn und das mit fast 30 Punkten Vorsprung.
Sehr zufrieden war dagegen Willi Schulze (2), der alle Läufe für sich entschied. Natalie Straub (1) musste sich wieder mit den 3. Plätzen zufrieden geben. Pascal Erletz (6) verlor im 3. Wertungslauf kurz die Kontrolle über sein Kart und drehte sich. Für Patricia Bill (7) blieb keine Zeit mehr zum Ausweichen, so dass beide Fahrer ihr Fahrzeug verlassen mussten. Johannes Söhl konnte mit den Plätzen 7,7,4 und 5 kontinuierlich punkten.
Mit 640 Metern ist die Strecke am Kutschenberg zwar die Kürzeste der DM-Strecken, für die Fahrer jedoch recht anspruchsvoll und die Zuschauer ziemlich gut einzusehen.
Viele Fahrer äußerten sich sehr positiv über die Entwicklung der Strecke. So investierten die Mitglieder des MC GV Ortrand so einige Zeit und sicher auch einige Euro, um die Strecke so herzurichten, wie sie sich an diesem Rennwochenende zeigte.
Auch organisatorisch passte Alles, die Versorgung war bestens und das Wetter war sicher schon rechtzeitig bestellt!
Sylvia Giese




