"Des Einen Glück ist des Anderen Leid" oder "Licht und Schatten liegen dicht beieinander" - so empfanden es beim 10. ADAC Autocross, der 3.Veranstaltung zur Deutschen Meisterschaft und zur Deutschen Autocross-Trophäe 2007 in Höchstädt wohl Einige.
Auf dem ADAC-Motodrom-KTM-Ring ging es am 17.Juni heiß her. Nach 10 jähriger Pause hatte der MSC Höchstädt zum Autocross geladen und sich gut darauf vorbereitet. Nachdem die Strecke durch fleißige Arbeit der Mitglieder und Helfer vollständig hergerichtet war,
schaffte es ein Platzregen am Freitag, fast alle Arbeit zunichte zu machen. Die Wetterprognose ließ dann aber hoffen und so wurde erneut gebaggert und geschoben und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Viele Fahrer fanden die Strecke zwar anspruchsvoll aber
gut, nur das Überholen war auf der engen Piste fast nur nach Fahrfehlern des Vorausfahrenden möglich. Und so kam es leider, dass ein paar Fahrer das Wort "Fairness" nicht ganz so ernst nahmen.
Die größten Pechvögel des Tages waren die Lokalmatadore Christoph Wanninger und Achim Krautzberger. Wanninger (105) überschlug sich in der 4. Runde des 1.Laufes, brachte damit zwar noch 13 Punkte nach hause, kann aber bei der DM in Seelow nicht an den Start
gehen, da die Zeit zu kurz ist, um das Auto wieder herzurichten. Krautzberger (203) riss sich in der 1. Runde den Spurstangenkopf ab und schaffte es nicht, das Auto wieder an den Start zu bringen. Da er nicht punktete, rutschte er vom 12. Platz der
Tourenwagen-Wertung zurück auf Platz 19. Auch wenn es Andere ähnlich hart traf, so ist es für die Beiden doch besonders ärgerlich, nicht vor heimischem Publikum triumphieren zu können. Aber schon beim nächsten Mal könnten sie vom Pech des Anderen profitieren.
Klasse 1
Mit 8 Startern war die Klasse gut besetzt. Bestens lief es für Thomas Schulz (103), der alle 3 Läufe für sich entscheiden konnte. Nur im Finale musste er sich 3 Fahrern der stärkeren Zweier-Klasse beugen. Am Ende konnte er 83 Punkte mitnehmen und rutschte von
7 auf 3. Mit sich zufrieden war auch Patrik Bauer (111) Bei Rene Krüger (101) lief es nicht so gut. Mit den Plätzen 6, 4 und 3 war er nicht zufrieden. Ähnlich erging es auch Thomas Alexiewicz; für Seelow erhofft er sich bessere Platzierungen als 5. Der Junior
Sönke Glöde konnte die beiden ersten Läufe nicht zu Ende bringen und verpasste somit den Einzug ins Finale.
Klasse 2
Mario Detzer konnte alle Siege im vollen Starterfeld (10 Fahrer) einfahren und schob sich mit 88,5 Punkten gleich um 7 Plätze vor. Im 2.Lauf konnten Uwe Wagner (216) und Michael Elstner (204) mit nur 2 Runden nicht punkten, Karl-Heinz Baumgärtner (207) "parkte"
in der 4. Runde mit einem Schaden an der Vorderachse am Hang und bekam das Auto dann nicht mehr flott.
Klasse 3
Von anfangs 8 Startern schafften es nur 3 bis zum 3. Lauf und ins Finale. Bereits im Zeittraining verabschiedete sich die Zylinderkopfdichtung von Andreas Fürst´s Audi (323). Oliver Günthner (313) ereilte das gleiche Schicksal unmittelbar nach dem Start zum
1.Lauf. Im 2. Lauf musste Norbert Fuchs (305) sein Auto in der 3. Runde mit Getriebeschaden abstellen. Wegen technischer Probleme konnten Peter Wiedemann (322) im 3.Lauf und Markus Soine (325) im 2. Lauf nicht mehr starten. Die beiden ersten Läufe konnte Rene
Schlöffel (301) mit einem klaren Start-Ziel-Sieg für sich entscheiden. Im 3.Lauf musste er kurz nach dem Start seinen Suzuki Swift nach einer Karambolage verlassen und hatte schon Befürchtungen, auch im Finale nicht starten zu können. Mit dem dortigen 2. Platz
war er dann doch ganz zufrieden. Johann Hirn (318) verlor im 1.Lauf nach einem Ausflug in den Wall seinen 2. Platz an Soine und musste auch Fuchs an sich vorbeilassen. An dem klebte er dann zwar, konnte ihn jedoch nicht überholen. Nadja Schuster (321) konnte
mit den Plätzen 5,3,2 und 3 zufrieden sein.
Klasse 4
Mit 8 Startern ist diese Klasse inzwischen zu einem ordentlichen Feld angewachsen.
Steven Laubach (403) dominierte klar das Feld. Im 2. Lauf konnte Patrick Krüger (402) nicht in die Punkte fahren und im Finale gab es für Maier (404) und Kaune (408) nicht das gewünschte Happy End. Ansonsten ging es in dieser Klasse ein bisschen ruppiger zu,
wie einige Fahrer bestätigten.
Klasse 5
Genau wie Detzer (Klasse 2) konnte auch Frank Meinzel (507) mit 88,5 Punkten den bisherigen Punkte-Höchststand erkämpfen und damit seine führende Position bei den Spezialcrossfahrzeugen weiter ausbauen. Unmittelbar nach dem Start des 1. Laufes kam es in der
Rechtskurve zu einer größeren Karambolage, aus dem Knäuel konnten sich dann doch alle herauspellen, nur Carsten Schlöffel (502) konnte dem Feld wegen einer gebrochenen Antriebswelle nur noch hinterherfahren. Im 2. und 3. Lauf ging es dann geordneter zu, Schlöffel
konnte auch wieder mithalten, optimal lief es aber nicht für ihn. Im Finale ereignete sich dann ein Rennunfall zwischen Dieselkämper (514) und Christmann (505), der für beide das Aus in der 1. Runde brachte.
Sabrina Straub kann sich in dieser Klasse immer besser behaupten und konnte sich im Gesamtklassement von 11 auf 9 vorschieben.
Klasse 6
Nur 3 Fahrzeuge hatten genannt und dann kam es, wie es kommen musste; Marcus Märzendorfer (611) musste seinen Spezialer bereits nach dem Zeittraining mit einem Motorschaden abstellen. Damit ging es für Michael Straub (601) und Wolfgang Grübel (603) zwar noch um
den Tagessieg, Punkte waren aber nicht mehr zu holen. Nur für das Finale, bei dem dann gemeinsam mit Klasse 5 10 Starter fighteten, konnte Straub für diese 3. DM-Veranstaltung 12 Punkte einfahren. Grübel konnte wegen technischer Probleme im Finale nicht mehr
starten und blieb trotz Tagessieg punktelos.
Klasse 7-9
Für Willi Schulze (2) lief es in Höchstädt optimal. Rene Mandel (4) hatte keine Probleme, auch wenn er an Schulze diesmal nicht vorbeikam. Anders erging es da Patricia Bill (7). Sie überschlug sich im 1. Lauf , konnte aber noch ein paar Punkte mitnehmen, da sie
50 % der vorgeschriebenen Distanz absolviert hatte. Pech hatte diesmal auch Natalie Straub. Sie verlor ein Rad und musste vorzeitig abstellen.
Ein Dankeschön an die Organisatoren und Helfer der Veranstaltung; der Zeitplan wurde eingehalten, die Versorgung war optimal und die Leute freundlich. Auch die gute Zusammenarbeit zwischen dem "Neumitglied" MSC Höchstädt und dem DAV soll nicht unerwähnt bleiben.
Wir freuen uns auf kommende Autocross-Veranstaltungen.
Sylvia Giese





