Ein prall gefülltes Fahrerlager ließ ein spannendes und abwechslungsreiches Rennwochenende erwarten. Da diesmal auch Petrus mitspielte, der mit strahlendem Sonnenschein an beiden Tagen alles wieder gut machen wollte, was er in den vergangenen Jahren dem Veranstalter angetan hatte.
Der Zeitplan am Sonnabend geriet um einiges durcheinander, so daß der 1. Wertungslauf zur DM bei bereits hereinbrechender Dunkelheit gestartet werden mußte. Gerade mal noch genug Licht, um die Jagd nach DM-Punkten verantworten zu können.
1. Wertungslauf
Juniorkarts
Was in Siegbachtal so verheißungsvoll aussah, nämlich jeweils sieben Autos in beiden Klassen, zeigte sich in Weigsdorf Köblitz genau im Gegenteil: Natalie Straub mußte als einzige Starterin in der Klasse 5 bei der Klasse 6c mitfahren und erhielt aber natürlich keine Punkte. Werner Hattig
gewann zwar den Start, mußte sich aber im Verlauf des Rennens einmal mehr seinem stärksten Widersacher Patrick Krüger aus Halle geschlagen geben. Thomas Bonck wurde Dritter.
Klasse 1
Den Start gewinnt Marco Gebhardt, vor Mario Detzer, dann die 103, die 105, Thomas Alexiewicz mit der 110, 122, 121,117,112. Gebhardt und Detzer können sich etwas absetzen, die anderen folgen in etwa gleichbleibenden Abständen. Bernd Spiegelberger scheidet in der letzten Runde aus.
Folgender Einlauf ist zu verzeichnen: Marco Gebhardt, Mario Detzer, Rene Krüger, David Kallauch, Thomas Alexiewicz, AchimKrautzberger, Christoph Wanninger, Jürgen Spaans, Bernd Spiegelberger.
Klasse 2
Rene Schlöffel oder Grit Hennrsdorf? Die ehemalige Deutsche Tourenwagenmeisterin wollte es auf ihrer Hausstrecke unbedingt wissen und aller Welt zeigen, daß mit ihr allemal zu rechnen ist, wenn sie am Start ist. In diesem Lauf setzt sich aber Rene Schlöffel am Start durch und läßt sich
auch während der gsamten 6 Runden nicht den Schneid abkaufen. Er gewinnt knapp vor der Lokalmatadorin, Torsten Schulze, Rene Münnich, Thomas Schulze und Tomas Kunert.
Klasse 3
Vom Start weg braust Olaf Dzingel wie von Furien gehetzt davon. Gleich in der ersten Runde beharken sich Sabrina Straub und Markus Rausch. Sein Auto bleibt eingangs der Zielkurve außerordentlich ungünstig mitten auf der Fahrbahn stehen. Aber alle Nachfolger kommen in der nächsten Runde
und auch in den Folgenden gut am Hindernis vorbei. Dzingel kann sich absetzten und gewinnt souverän. Schlöffel, Naumann und Sauerbrey kämpfen verbissen um die Plätze, kommen aber letztlich in dieser Reihenfolge ins Ziel. Sabrina Straub, gehandicapt durch den Pferdekuss am Anfang sammelt
als Vierte noch wertvolle Meisterschaftspunkte.
Klasse 4
Es gibt sie also noch, die Spezialcrosser über 1600 ccm. Ausser dem Meisterschaftsanwärter Michael Straub, waren EM-Star Dennis Engel, Rene Fiedler, Rico Richter, Tilo Richter und Torsten Paarmann am Start. Nach dem Start sah es zunächst aus, als könnte M. Straub mit der Start Nr.:402
die Spitze übernehmen, mußte sich aber sofort der Kraft des Engel-Eigenbaus beugen. Der dominierte während des gesamten Laufes das Feld und gewann unangefochten. Ebenso unangefochten wurde Straub Zweiter. Rene Fiedler wurde Dritter vor Rico und Tilo Richter. Torsten Paarmann mußte leider
nach vier Runden abstellen.
2. Wertungslauf
Juniorkarts
Es war das Wochenende des Patrik Krüger. Werner Hattig schied schon in der ersten Runde aus und machte damit die Bahn für den sympathischen Hallenser frei. Da drei Fahrzeuge gestartet waren gab es auch volle Punkte für die Deutsche Autocross Trophäe. Natalie machte sich und den Zuschauern
die Freude der Teilnahme, Zählbares war an diesem Wochenende für sie nicht drin.
Klasse 1
Mario Detzer erschien etwas angefressen ob seiner Niederlage gegen Gebhardt im ersten Lauf. Diesmal wollte er sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und setzte sich von Anfang an an die Spitze. Eine besonders gute Vorstellung bot auch Thomas Alexiewicz, der, zunächst auf dem vierten
Platz liegend, sich auf Rang drei verbessern konnte. Rene Krüger, David Kallauch, Achim Krautzberger und Christoph Wanninger fuhren in dieser Reihenfolge durchs Ziel.
Klasse 2
Wieder die Rivalität zwischen Grit Hennerdorf und Rene Schlöffel. Nachdem Schlöffel Start gewonnen hat, kommt Grit Hennerdorf jedoch aus der ersten Runde als Erste zurück. Thomas Schulze hat ein Problem und fährt aus der ersten Runde kommend raus. Immer wieder versucht Schlöffel an
Hennersdorf vorbei zukommen. Lange Zeit erfollos. Aber dann, in der letzten Runde, stellt Schklööfel seinen Suzuki eingangs der Zielkurve ganz früh an, drängt Grit fast in die Leitplanke, aber schiebt sich um Zentimeter am Citroen vorbei und gewinnt mit einem Wimpernschlag. Rene Münnich
wird Dritter, vor Torsten Schulze, und Thomas Kunert.
Klasse 3
Wie schon im ersten Wertungslauf machte auch hier die Start Nr.: 331, Olaf Dzingel die Pace. Rausch, als Letzter gestartet kämpfte sich auf Platz vier vor. Während Dzingel vorn enteilte, boten Naumann, Schlöffel, und Rausch den Zuschauern eine tolle Schau. Zu dritt nebeneinander drifteten
sie nach dem bergab Stück durch die Kurve vor Start und Ziel. Zum Schluß dann ein Foul von Rausch an Schlöffel, wofür Rausch mit Wertungsausschluß vom Rennleiter bestraft wird. Der Einlauf: Dzingel, Naumann, Sauerbrey, Sabrina Straub und Carsten Schlöffel.
Klasse 4
Auch bei den Großen die gleiche Situation wie im ersten Wertungslauf. Gegen Engel ist kein Kraut gewachsen. Michael Straub ist viel zu erfahren, um die Lage richtig ein zu schätzen und hält sich auf einem sicheren zweiten Platz. Rico Richter, Rene Fiedler und Tilo Richter belegen in dieser
Reihenfolge die Plätze 3, 4 und 5.
Finale Juniorkarts
Diesmal hat Werner Hattig am Start die Nase vorn. Krüger startet ganz schlecht und muß sogar noch Bonck den Vortritt lassen. Natalie Straub fährt aus Freude am Fahren mit, aber natürlich auf Grund der fehlenden Motorleistung hinterher. Aber Krüger ist schnell und kämpft sich nach vorn.
Zunächst überholt er Bonck und schließt dann zu Hattig auf. Beim überrunden von Straub bekommt Hattig wieder ein wenig Luft und kann seine die 10 Finalpunkte für die Trophäenwertung nach Hause fahren.
Finale Klasse 1
Alexiewicz schießt als Erster aus der Startaufstellung, wird aber schon im Bergaufstück nach Start und Ziel von David Kallauch überholt. Im Verlauf der ersten Runde fällt er gar auf Platz 4 zurück. Detzer ist Zeiter vor Krautzenberger. Es folgt Rene Krüger und Marco Gebhardt. Dann ist
plötzlich Mario Detzer an der Spitze, vor Kallauch und Alexiewicz. In der vierten Runde dreht sich Alexiewicz aus der Bahn. Aus der Traum von einer guten Platzierung auf seiner Heimatbahn. Letztlich gewinnt Mario Detzer mit großem Vorsprung vor Krautzberger, Kallauch, Krüger und Gebhardt.
Finale Klasse 2
Der erste Versuch mußte wegen Fehlstarts abgebrochen werden. Nach einiger Zeit hatte man sich am Start wieder sortiert. Vom Start weg führt zunächst Torsten Schulze im Golf vor Grit Hennersdorf und Rene Schlöffel. Schon etwas hinterherhängend Münnich, Kunert und Thomas Schulz. Zwischen
Schulze und Hennersdorf entbrennt eine erbitterte Schlacht. Auch Rene Schlöffel gibt noch nicht auf und so können sich diese drei immer weiter absetzten. Dann hat die Lokalmatadorin die besseren Nerven und kann sich an Schulze, vorbepressen und die Spitze übernehmen. Im Ziel dann folgende
Reihenfolge: Hennersdorf mit großem Vorsprung, vor Torsten Schulze Münnich, Schlöffel, dem offensichtlich der Vortrieb an der Vorderachse verloren gegangen war, Thomas Schulz und Thomas Kunert.
Finale Autocross Spezialfahrzeuge
Am Start hat Sabrina Straub die besten Karten und auch das Näschen vorn. Aus der ersten Runde kommt jedoch Carsten Schlöffel mit ziemlichem Vorsprung als Erster. Zunächst können sich Michael Straub und Rene Fiedler noch gut behaupten. Dennis Engel, auf Grund der Handicapregel von hinten
gestartet kommt immer mehr auf, hängt dicht hinter Michael Straub, der dadurch alle Hände voll zu tun bekommt. Einige Runden sieht sich das Engel mit an und zaubert die geballte Kraft seines Einspritzers auf die Bahn. Im Bergaufstück nach Start und Ziel schiebt er sich offenbar völlig
mühelos an Straub vorbei. Schlöffel ist aber zu weit weg. Also bleibt ihm "nur" Platz 2 vor Straub, Fiedler, Naumann, Dzingel und Sabrina Straub. Die Gebrüder Richter mußten in Runde 6 bzw. 8 abstellen, erhielten aber für die Deutsche Meisterschaft immerhin noch ein paar Pünktchen.
Ein insgesamt spannendes Autocross Wochenende ging zu Ende. Endlich einmal bei bestem Wetter. Einziger Wermutstropfen war, daß die Zeitnahme nicht immer ganz im Bilde zu sein schien. Das brachte einige Verwirrung im Fahrerlager und die eine ohne andere Verzögerung beim Ablauf. Aber wer
kann schon von sich behaupten völlig fehlerfrei zu sein. Zu dieser Erkenntnis kamen dann auch die beiden Kampfhähne aus der Klasse 3, Carsten Schlöffel und Marcus Rausch.
Eberhard Rast





